Pakistan - Himalaya

 

Ländername: Islamische Republik Pakistan
Islami Dschumhuriat Pakistan (Urdu)
Islamic Republic of Pakistan

Lage: Pakistan ist ein Staat in Südasien. Er grenzt im Südwesten an den Iran, im Westen an Afghanistan, im Norden an China sowie im Osten an Indien. Im Süden hat Pakistan Anteil an der Küste des Arabischen Meeres, eines Nebenmeeres des Indischen Ozeans.

Landesfläche: rund 800.000 qkm (rund zweimal so groß wie Deutschland)

Klima: Im Süden tropisch-feuchtes Seeklima; im Norden Kontinentalklima mit kühlem Winter und heißem Sommer; Monsunzeit im Juli und August

Hauptstadt: Islamabad, über 1 Mio. Einwohner
(Nachbarstadt Rawalpindi ca. 2 Mio.)

Bevölkerung: zwischen 165 und 185 Mio.Unter pakistanischer Verwaltung stehen außerdem seit 1947 ein Teil Kaschmirs (Azad Jammu & Kaschmir) mit rund 3,5  Mio. Einwohnern sowie Gilgit-Baltistan mit rund 1 Mio. Einwohnern, das früher zeitweilig ebenfalls Teil des Fürstentums Kaschmir war.

Landessprachen: Urdu (offizielle Amtssprache), daneben auch Englisch als landesweit gebrauchte Sprache des öffentlichen Lebens. Die wichtigsten Regionalsprachen sind Punjabi, Sindhi, Pashtu, Seraiki, Baluchi.

Religionen/ Kirchen: Islam ist Staatsreligion (96% der Bevölkerung, in der Mehrzahl Sunniten, zwischen 15 u. 20 % Schiiten). Die Ahmadis sind eine vom offiziellen Islam ausgegrenzte muslimische Religionsgemeinschaft mit ca. 1 Mio. Mitgliedern. Neben ca. 3 Mio. Hindus leben geschätzte 2,8 Mio. Christen in Pakistan, daneben Parsen, Sikhs, Buddhisten, Baha’i.

Währung: Pakistanische Rupien (03.02.2013: 1 Euro = 131,7 PKR) können in jeder Stadt gegen konvertierbare Währung wie Euro oder CHF getauscht werden.

 

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Karakorum - Übersicht

Quelle: Günter Seyfferth www.himalaya-info.org/index.htm


1. Die Gebirgszüge des Karakorum

Der Karakorum ist der Gebirgsteil des Himalaya am nordwestlichen Ende des Himalaya zwischen 34 und 37 Grad nördlicher Breite und 74 und 78 Grad östlicher Länge. Der Karakorum wird begrenzt

- im Westen/Südwesten von den Flüssen Gilgit und Indus
- im Süden/Südosten vom Indus und seinem Nebenfluß Shyok
- im Osten/Nordosten von den Flüssen Shyok und Shaksgam
- im Norden von der Staatsgrenze Pakistans zu China und Afghanistan

Auf der Karakorum-Konferenz im Jahr 1937, die vom Survey of India, der Royal Geographic Society, dem Alpine Club und dem Himalayan Club durchgeführt wurde, war man übereinstimmend der Meinung, dass der Karakorum als Teil des Himalaya zu betrachten sei. Für die einzelnen Gebirgsteile des Karakorum legte man Bezeichnungen fest, die seitdem als verbindlich für die Kartenwerke gelten. Der in der Mitte verlaufende Hauptkamm wurde als Great Karakorum (Großer Karakorum) bezeichnet mit folgenden sieben Unterabschnitten:

- Saser Muztagh: vom Bogen des Shyok im Südosten bis zum Saser-Pass mit dem Hauptgipfel Saser
  Kangri
- Rimo-Muztagh: vom Saser-Pass bis zum Italian Pass mit den Hauptgipfeln Mamostong Kangri und
  Rimo
- Siachen-Muztagh: das Gebiet nordöstlich des Siachen-Gletschers vom Italian-Pass bis zum 
  Sia Kangri
  mit den Hauptgipfeln Teram Kangri und Singhi Kangri
- Baltoro-Muztagh: vom Sia Kangri bis zum Westlichen Muztagh-Pass mit den Hauptgipfeln
  Gasherbrum I (Hidden Peak), Gasherbrum II, Broad Peak, K2 und Muztagh Tower
- Panmah-Muztagh: vom Westlichen Muztagh-Pass bis zum Snow Lake mit den Hauptgipfeln Chiring,
  Skamri, Baintha Brakk (Ogre) und Lukpe Lawo Brakk
- Hispar-Muztagh: vom Snow Lake bis zur Hunza-Schlucht mit den Hauptgipfeln Kanjut Sar, Kunyang
  Chhish, Disteghil Sar und Trivor
- Batura-Muztagh: von der Hunza-Schlucht bis zum Chillinj-An im Nordwesten mit den Hauptgipfeln
  Shispare, Batura und Kampire Dior

Die Gebiete südlich und nördlich des Great Karakorum wurden als Lesser Karakorum (Kleiner Karakorum) bezeichnet. Bei den betreffenden Gebirgsteilen wird aber nicht der Begriff "Muztagh" (Eisgebirge) verwendet; man spricht nur von Groups (Gruppen) oder Mountains (Berge) oder Ranges (Ketten). Nördlich des Great Karakorum sind es die

- Ghujerab-Mountains mit dem Karun Kho ( 6977 m) als höchstem Gipfel und die
- Lupghar-Gruppe nördlich des Batura Muztagh, deren höchste Gipfel nur knapp die 6000m-Marke übertreffen.

Die Aghil-Mountains nordöstlich des Shaksgam zählen nicht mehr zum Karakorum. Am ausgeprägtesten im Lesser Karakorum ist die südliche Kette, die fast so lang ist wie der Great Karakorum und parallel zu diesem verläuft. In dieser Kette sind die wichtgisten Unterbereiche

- Saltoro Range mit den Hauptgipfeln K12 und Saltoro Kangri
- Masherbrum-Range mit den Hauptgipfeln Masherbrum und Chogolisa
- Haramosh-Range mit den Hauptgipfeln Haramosh I und Paraber
- North of Haramosh Range mit dem Hauptgipfel Spantik
- Rakaposhi Range mit den Hauptgipfeln Rakaposhi, Diran und Malubiting

Nimmt man die parallel von Ostsüdost nach Westnordwest verlaufenden Hauptgebirgszüge des Karakorum (Great Karakorum und Lesser Karakorum) als Grundlage für die Orientierung, so fällt es wesentlich leichter, dieses auf den ersten Blick so verwirrend erscheinende Gebirge vor dem geistigen Auge zu ordnen. 

Von den großen Gletschern (mit mehr als 50 km Länge) liegen der Hispar-, Biafo-, Baltoro- und Siachen-Gletscher zwischen dem Great Karakorum und dem südlichen Lesser Karakorum, der Batura- und der Rimo-Gletscher nördlich davon. Von den großen Kämmen verlaufen kleinere Seitentäler nach beiden Seiten, in denen die zahlreichen kleineren Gletscher des Karakorum liegen, die aber teilweise ebenfalls noch stattliche Längen aufweisen. Im Zentrum des Karakorum schwenken der Great Karakorum und die Südkette des Lesser Karakorum auf einer kurzen Strecke auf die Richtung Ost-West, um dann wieder in "diagonaler" Richtung weiterzuverlaufen. Diesem "Schwenk" folgt zwangsläufig auch der hier gelegene Baltoro-Gletscher, aber nur auf 2/3 seiner Länge zwischen Payu und Concordia.

2.Gehört der Karakorum denn wirklich zum Himalaya?

Die Frage wurde bereits von der oben erwähnten Karakorum-Konferenz von 1937 beantwortet: Ja, der Karakorum ist ein Teil des Himalaya.

Man kann natürlich jede einmal getroffene Vereinbarung auch wieder in Frage stellen. In diesem Fall wäre es aber vollkommen verfehlt, denn 1937 haben wirklich kompetente Gruppen entschieden, und sie hatten gute Gründe für ihre Entscheidung, nämlich die Folgerungen aus der Entstehungsgeschichte des Gebirges.

Der Himalaya (einschl. Karakorum) ist eines der jüngsten Gebirge der Erde. Es ist entstanden durch das Aufeinanderstoßen der Kontinentalplatten des asiatischen Kontinents im Norden und des indischen Subkontinents im Süden. Die Trift der Kontinentalplatten wird verursacht durch die Magmaströmungen im Erdinneren. Stoßen zwei Kontinentalplatten aufeinander, so wirken gewaltige Kräfte. Gesteinsmassen der Platten müssen in den aufeinanderstoßenden Randbereichen ausweichen. Durch Auffaltungen nach oben entstehen Gebirge, durch Ausweichen nach unten in die tieferen Magmaschichten schmilzt Gestein auf und dringt wieder nach oben. 

Das gesamte Gebirge hat also eine gemeinsame Entstehungsgeschichte. Der Teil, den wir Karakorum nennen, ist im Süden vom Indus und seinem Nebenfluss Shyok vom übrigen Himalaya getrennt. Gäbe es den von diesen Flüssen erzeugten, von Ost-Süd-Ost nach West-Nord-West verlaufenden tiefen Einschnitt nicht, so würde niemand in Zweifel ziehen, dass die Berge südlich und nördlich zu ein und demselben Hauptgebirgskamm zu zählen sind. Aber auch so dürfte es keinen Zweifel geben, denn der Indus/Shyok trennt nicht zwei Gebirge mit unterschiedlicher Entstehung, sondern stellt lediglich ein Erosionstal dar, das sich der schon viel ältere Fluss in die sich, links wie rechts des Ufers, hebenden Gesteinsschichten gegraben hat. Der bekannte Expeditionsleiter und Bergsteiger G.O. Dyhrenfurth hat es in seinem Buch "Baltoro" so formuliert: "Die Trennung von Himalaya und Karakorum durch das Shyok-/Industal ist schließlich nicht viel anders als z.B. die Trennung der Zentralalpen und der nördlichen Kalkalpen durch das Inntal. Oder – ein anderes Beispiel: Geologisch und morphologisch ist der Unterschied zwischen dem Karakorum-Himalaya und der Hauptmasse des eigentlichen Himalaya bestimmt geringer als der Gegensatz zwischen den Zentralalpen und den Dolomiten, die ohne scharfe Grenze in die Gebirge der Balkan-Halbinsel übergehen. Also – der Karakorum gehört zum Himalaya-System."

Übrigens zeigt uns der Verlauf des Indus, dass der Himalaya keine Wasserscheide ist. Der Indus entspringt im Südosten in Tibet und damit nördlich (!) des Himalaya in der Nähe des heiligen Berges Kailash, dort wo auch der nach Osten verlaufende Tsangpo (Brahmaputra) entspringt. Diese beiden Flüsse haben aber dennoch ihre Mündungen im Süden am indischen Ozean, d.h. sie durchbrechen den Hauptkamm des Himalaya, wenn auch auf erheblichen Umwegen. Dies ist nur dadurch erklärbar, dass die Flüsse bereits vor den größten Hebungen der jüngeren Erdgeschichte existierten. Mit der Hebung der Gesteinsformationen haben sie sich nach und nach immer tiefer eingegraben. Auch einige weitere Flüsse wie z.B. der Kali Ghandaki und der Arun in Nepal entspringen nördlich des Himalaya und durchfließen das Gebirge nach Süden. Sie sind also ebenfalls älter als das Gebirge.

3. Die typischen Merkmale der Landschaft

Vergleicht man die Topografie des Karakorum mit der des übrigen Himalaya, so fällt eine extreme Dichte an hohen Gipfeln, das große Maß der Vergletscherung sowie die Wüstenhaftigkeit der Täler auf.

Im Karakorum liegen zwar "nur" 4 der insgesamt 14 Achttausender des Himalaya, aber 75 Siebentausender gegenüber z.B. "nur" 54 in Nepal. Auch bei den Sechstausendern verhält es sich ähnlich. Durch diese hohe Dichte an hohen Gipfeln zwischen tief eingeschnittenen Tälern wirkt das Gebirge schroff und unwirtlich. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch das hohe Maß an Vergletscherung und durch die wüstenhaft wirkenden Täler. Im Vergleich zu den Bergen des indischen oder des nepalesischen Himalaya ist der Karakorum wilder und bizarrer und wird deshalb von den meisten Besuchern als spektakulärer und beeindruckender geschildert. Andererseits stellen Trekking-Touren oder Gipfelbesteigungen im Durchschnitt deutlich größere Anforderungen an die Teilnehmer als in den übrigen Regionen des Himalaya, was dem Zustrom an Trekkern und Bergsteigern ganz natürlich begrenzt.

Der hohe Grad der Vergletscherung ist bedingt durch die – gegenüber Nepal – nördlichere Lage mit niedrigeren Durchschnittstemperaturen. Während die Berge in Nepal um den 28sten Breitengrad liegen, erstreckt sich der Karakorum zwischen 34 und 37 Grad nördlicher Breite. Diese kältere Klimazone bewirkt auch, dass die Zungen der großen Gletscher bis auf viel niedrigere Höhen hinunter reichen, z.B. am Baltoro-Gletscher auf 3600 m, am Biafo-Gletscher auf 3100 m und am Batura-Gletscher gar auf 2600 m. Im Karakorum sind die Täler außerhalb der wenigen besiedelten Bereiche geprägt von gewaltigen Gletschern mit bis zu 70 km Länge und mehreren Kilometern Breite. Diese Dimensionen, die oft extrem zerklüfteten Oberflächen und die gebirgeartigen Moränen sind so ungewohnt, dass Neulinge die Herausforderungen, welche diese Gletscher dem Begeher abverlangen, in der Regel vollkommen unterschätzen. Viele Zonen der Gletscher sind sogar nahezu unbegehbar. Das Abschmelzen der gewaltigen Gletschermassen im Sommer führt dazu, dass die Gebirgsbäche oder Gletscherbäche auf der Oberfläche zu gefährlichen Hindernissen werden. So ist z.B. das Shaksgam-Tal im Nordosten mitunter unpassierbar. Der Unkundige muss sich im Karakorum unbedingt einer erfahrenen Führung anvertrauen, zumal er sich in Regionen bewegt, wo die nächste Siedlung viele Tage entfernt ist.

Die meisten der hohen Gipfel des Karakorum liegen in einer abgeschiedenen Welt aus Fels, Schnee und Eis mit wüstenhaft anmutenden Tälern – braun und weitgehend ohne Vegetation. Wälder sucht man im Karakorum vergebens, selbst in den tiefsten Lagen. Die Winter sind extrem kalt und lang. Im Gegensatz zum nepalesischen Himalaya, wo der Monsun für große Mengen an Niederschlag sorgt, fällt im Karakorum vergleichsweise wenig Niederschlag; der Einfluß des Monsuns ist hier nur noch begrenzt zu spüren. In den tief liegenden Tälern des Indus, des Gilgit und des Hunza, die von ihrer Höhenlage her durchaus für Ansiedlungen geeignet wären, ist es in den Sommermonaten sehr heiß. Hier kann es sein, dass trotz starker Bewölkung auf dem Talboden kein Regen ankommt, weil er vorher in der Hitze verdunstet ist. Die geringe Niederschlagsmenge in den Tälern und das raue Winterklima geben dem Pflanzenwuchs fast keine Chance. Dies alles ist der Grund dafür, dass sich fast keine Menschen angesiedelt haben, denn wenn sich nicht einmal die meisten Täler für den Anbau von Getreide oder als Weidegrund für Vieh eignen, so haben die Menschen keine Existenzgrundlage. Dort, wo man Dörfer und grüne Felder oder gar Obstplantagen antrifft, hat der Mensch der Natur in mühsamer Arbeit über Jahrhunderte ein Stück Lebensraum abgerungen, indem er von den Gletscherbächen Bewässerungskanäle bis zu den tiefer liegenden Orten gebaut hat. Das bedeutendste Beispiel für eine solche, vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft ist das Hunza-Tal. Der Tourismus, der allerdings im Wesentlichen auf die Monate Juni bis September beschränkt ist, eröffnet seit jüngerer Zeit eine gewisse Möglichkeit für die Menschen, ihre Lebensgrundlage zu verbessern. 

4. Nur begrenzte Infrastruktur für den Tourismus und Zugangsbeschränkungen

Fast alle Ansiedlungen des Karakorum befinden sich in den tiefen Lagen der Täler des Indus, Gilgit und Hunza, also an den Rändern des Karakorum. Diese Orte (z.B. Gilgit, Karimabad, Gulmit, Pasu, Nagar, Skardu) liegen alle am Karakorum Highway, d.h. sie sind in der Regel mit Bus oder Auto erreichbar. "In der Regel" bedeutet: wenn nicht ein Erdrutsch die Straße irgendwo unterbrochen hat. Man möge auch aus dem Wort "Highway" keine zu größen Erwartungen an den Fahrkomfort entwickeln. Das Fahren ist ein durchschüttelndes Abenteuer mit Überraschungen. Dieser "Highway" ist eben auch nur eine Straße in einer wilden Gebirgslandschaft, die ständig von Felsstürzen, Erdrutschen oder über die Ufer tretenden Flussläufen bedroht ist. Die Reparaturkolonnen werden nie arbeitslos. Auch die kein Risiko scheuenden einheimischen Fahrer tragen mit ihrem Fahrstil ihren Teil dazu bei, dass man die Fahrt als Abenteuer empfindet. Die Orte Gilgit und Skardu sind von Islamabad aus auch mit dem Flugzeug erreichbar, sofern die Witterung einen Flug zulässt.

In den Orten am Karakorum Highway finden sich mehr und mehr auch annehmbare Übernachtungsmög- lichkeiten. Das war es dann aber auch schon, d.h. wer in die Berge des Karakorum will, muss sein eigenes Quartier und seine eigene Küche auf den Buckel nehmen. Nur die Orte Shimshal im Norden sowie Askole in der Nähe des Baltoro-Gletschers liegen mitten im Gebirge, beide über abenteuerliche Pisten per Jeep erreichbar. Eine nennenswerte Infrastruktur für Trekker und Bergsteiger gibt es dort aber nicht. Trekking von Lodge zu Lodge, wie es in Nepal möglich ist, geht im Karakorum nicht. Dies bedeutet, dass jeder - sogar der Einzelwanderer - Träger aus der örtlichen Bevölkerung braucht, um irgendein nennenswertes Ziel in der Wildnis erreichen zu können.

Vom indischen Staatsgebiet aus ist der Karakorum praktisch unzugänglich - nicht wegen schwieriger Topografie, sondern weil der südliche und südöstliche Teil des Karakorum Kriegsgebiet in der Auseinandersetzung zwischen Indien und Pakistan um Kashmir ist. Das indische Militär hat die Zugänge für Fremde abgeriegelt. Die "Front" verläuft zwischen Siachen-Gletscher und Baltoro-Gletscher sowie irgendwo zwischen Kargil und Skardu. Gelegentlich, aber selten, erhalten Expeditionen eine Genehmigung zu den südöstlichsten Gipfeln wie Mamostong Kangri und Saser Kangri. Auf pakistanischer Seite wäre es mit dem Baltoro wohl ähnlich, wenn mit einer Sperre nicht so hohe Ausfälle an Besteigungs- oder Trekking-Gebühren verbunden wären. Außerdem ist die Beschäftigung von Einheimischen als Träger ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor für das Land. Also kann man auf dem Baltoro-Gletscher merkwürdigerweise quasi mit dem pakistanischen Militär zum Concordia-Platz marschieren und von dort weiter zum Abruzzi-Gletscher in Richtung Conway-Sattel. Erst dort, wo man nach Südosten zum Sia-Kangri gehen könnte, ist Schluss für den Bergsteiger.

5. Reisezeit nur im Sommer

Während in fast allen Teilen des Himalaya die Zeit des Monsun vom Anfang Juni bis Anfang Oktober die Reisenden weitgehend von Unternehmungen im Gebirge abhält, muss im Karakorum genau diese Zeit für Trekking-Touren oder Bergbesteigungen gewählt werden. Die Monate Oktober bis Anfang Mai sind im Karakorum wirkliche Wintermonate, in denen nennenswerte Unternehmungen in Höhen oberhalb von 3000 bis 4000 m praktisch unmöglich sind, im Gegensatz zu weiter südlich gelegenen Teilen des Himalaya, wo die Monate Oktober und November sowie Februar bis Mai zu empfehlen sind, begrenzt sogar Dezember und Januar. Wie bereits erwähnt wurde, sind die Auswirkungen des Sommermonsun im Karakorum höchstens abgemildert zu spüren. Vorherrschend sind die lokalen Wetterbedingungen mit wechselnden Perioden guten und schlechten Wetters.

6. Irritationen um Namen und Höhenangaben

Das Wort "Karakorum" bedeutet "Schwarzes Geröll". "Karakorum" heißt ein Pass am östlichen Rand des Gebirges an der Grenze zu China auf dem Karawanenweg zwischen Leh in Ladakh und Sinkiang. Auf diese Zone trifft "Schwarzes Geröll" durchaus zu. Warum man aber diesen Namen eines Passes, der eigentlich gar nicht mehr zum Gebirgsteil gehört, auf das strahlend weiße Hochgebirge übertragen hat, bleibt eines der großen Geheimnisse der Namensgebungen im Himalaya. Ein unpassenderen Namen hätte man gar nicht wählen können. So heißt dieser Teil des Himalaya also unwiderruflich Karakorum (oder Karakoram im englischsprachigen Raum).

So manche Namensgebung im Himalaya scheint ohnehin eher Zufall oder Willkür gewesen zu sein als Ergebnis einer fundierten Recherche oder begründeter Namenszuordnung durch die einheimische Bevölkerung. Dass z.B. der Fluss, der dem Baltoro-Gletscher entspringt, Biaho Lungma und ein paar Kilometer weiter unten dann Braldu heißt, ist eine dieser Merkwürdigkeiten. Vielleicht ist "Biaho" auch nur eine Verwechslung mit "Biafo", dem östlich Askole einmündenden Gletschertal; wir können es heute nicht mehr feststellen. Nun kommt aber hinzu, dass es nördlich des Baltoro-Gebietes einen anderen "Braldu" und einen Braldu-Gletscher gibt. Dies lässt die Vermutung aufkommen, dass der Name "Braldu" irrtümlich den falschen Orten zugeordnet wurde. Irgendwann war es dann geschehen und in Karten eingetragen und nicht mehr rückgängig zu machen. Im Fall des Beispiels ist man nun gezwungen vom "Süd-Braldu" und vom "Nord-Braldu" zu sprechen. Der "Süd-Braldu" entspringt dem Baltoro-Gletscher, wenn er auch zunächst Biaho Lungma heißt. Er nimmt oberhalb von der ersten Siedlung Askole die mächtigen Nebenflüsse Dumord (oder Dumordo) und Biafo auf und heißt ab dort Braldu oder – korrekt – Süd-Braldu. Und schließlich – damit die Verwirrung komplett ist – trägt der Fluss ab der Einmündung des von Norden kommenden Basha den Namen "Shigar". Drei Namen für ein und denselben Fluss, aber "Baltoro" heißt er nirgends! Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie beim Studium der Geografie des Karakorum auf Merkwürdigkeiten bei den Namen stoßen! Zudem sind die Schreibweisen vieler Namen in den Karten unterschiedlich. Es kam offensichtlich darauf an, wer von welchem Einheimischen einen bestimmten Namen in welcher Art Aussprache aufgenommen und in eine Karte übertragen hatte. Von Einfluss war wohl auch noch, ob dieser "Fremde" aus dem englisch-, französisch--, italienisch- oder deutschsprachigen Raum kam.

Hinsichtlich der Höhenangaben der Berge ist streckenweise ebenfalls Vorsicht angebracht. Die Probleme aufzuzeigen, die eine exakte Höhenbestimmung in abgelegenen Hochgebirgen mit sich bringt, würde den Rahmen dieser Website sprengen. Deshalb sei hier nur gesagt, dass eine exakte Höhenbestimmung trotz modernster Technik extrem aufwändig ist. Diesen Aufwand an Hunderten oder Tausenden von Gipfeln zu betreiben, kann und will sich niemand leisten. So gibt es bei vielen Gipfeln nur geschätzte Höhenangaben, die man meist an gerundeten Höhenzahlen wie 6100 oder 6250 erkennt. Aber selbst, wo vermeintlich sichere Zahlen wie 8611 oder 8068 etc. zu finden sind, sollte man nicht davon ausgehen, dass diese Angaben nicht doch noch um ein paar Meter von der Realität abweichen können. Auch hier würde eine weitere Absicherung extrem hohen Aufwand bedeuten, ohne dass damit aber eine absolute Sicherheit gewonnen würde. Man denke nur an das Problem der Bestimmung der Höhe 0,00 unter den Gipfeln, denn die Erde ist keine exakte Kugel, sondern – übertrieben ausgedrückt – eine Kartoffel. Nehmen wir die Höhen einfach so, wie wir sie in den Kartenwerken seriöser Autoren vorfinden. Leider fällt nicht jede Karte in diese Kategorie.  

Copyright © Guenter Seyfferth, 2006. Aktualisierter Stand vom 21.05.2013 . Alle Rechte vorbehalten. 

 

Hauptattraktionen in Pakistan

Wir begleiten Sie hiermit auf eine Reise durch Pakistan - beginnend mit dem geschäftigen Handels- und Industriezentrum Karatschi, in verschiedene Städte und zu schönen Nationalparks. Sie besuchen archäologische Stätten, Seen, Täler und beenden Ihre Reise in der malerischen Bergwelt von Murree, Gilgit und Skardu.

Karatschi (Karachi)
ist die Hauptstadt der Provinz Sindh. Der Ort ist ein lebendiges Handels- und Industriezentrum, hat einen großen Hafen und ist die größte Stadt Pakistans mit einer Bevölkerung von über sieben Millionen Einwohnern. Es verfügt über einen internationalen Flughafen, der alle wichtigen Verbindung nach Osten und Westen abdeckt. Karatschi hat sonnige Strände bei Sandspit, Hawks Bay, Paradise Point und Clifton. Es hat eine Menge zu bieten, darunter das Nationalmuseum, den Hill Park, einen Golfplatz, einen Squash-Komplex und moderne medizinische Einrichtungen.

Chaukundi Grabstätten
27 km außerhalb von Karatschi am N-5 National Highway liegt auf einer Anhöhe eine Gruppe von ungewöhnlichen Grabmonumenten in verschiedenen viereckigen Formen. Die Grabstätten stammen aus dem 16. bis 18. Jh. Die Besonderheit dieser Gräber sind die hervorragenden Schnitzereien und Gravuren auf den vierkantigen Sandsteinplatten, mit verschiedenen Blumenmotiven und Entwürfen für Schmuckstücke auf denen der Frauen und von Pferden und Schwertern für die Männer.

Banbhore
Ca. 64 km östlich von Karatschi liegt Banbhore, eine Ruinenstadt und archäologische Stätte. Es handelt sich um die Überreste der bedeutenden mittelalterlichen Hafenstadt Daibul, wo der arabische General Mohammad Bin Qasim 712 n. Chr. landete. Hier wurde die erste Moschee auf dem indischen Subkontinent errichtet. Das Museum zeigt eine reiche Sammlung von bemalten Keramiken, Münzen, Perlen usw.

Das wichtige Handelszentrum mit seinem wertvollen Hochseehafen wurde unter den Umayyaden durch eine mächtige Stadtmauer mit drei Stadttoren befestigt. Die Moschee innerhalb der Stadtmauern hatte einen mit 34 × 35 Metern nahezu quadratischen Grundriss, ihre Säulenreihen waren umlaufend um einen zentralen Hof gebaut. Sie kann anhand einer Inschrift in das Jahr 727 datiert werden. Die großen Häuser der Stadt waren aus Stein gebaut, die kleineren aus Lehmziegeln. Im Jahr 2004 wurde vorgeschlagen, dass die Stadt zum Weltkulturerbe erhoben werden soll.

Der Haleji See
ist Asiens größtes Wasservögel Schutzgebiet. Er liegt 70 km von Karatschi entfernt. Im Winter fliegen hunderttausende Vögel aus der Kälte Sibiriens zum Haleji See. Er ist ein Paradies für Vogelbeobachter.

Thatta,
etwa 98 km östlich von Karatschi gelegen, war 400 Jahre lang die Hauptstadt der Provinz Sindh. Die Stätte liegt auf dem Makli-Hügel und zeichnet sich aus durch eine große Nekropolis (Totenstadt) von ca. einer Million Gräbern, verstreut auf einer Fläche von 10 km². Einige dieser Gruften und Gräber sind ausgezeichnete Exemplare der Architektur, versehen mit Stein-Gravuren und glasierten Fliesendekorationen. Ebenfalls in Thatta steht die Shahjahan Moschee, die auf Befehl von Kaiser Shahjahan gebaut wurde. Seine blauen Kacheln und Mosaiken sehen bezaubernd aus. Beides sind Unesco Weltkulturerbe.

Keenjhar See
18 km nördlich von Thatta liegt der große 24 km lange Keenjhar See mit einem Wildschutzgebiet, mit Möglichkeiten zum Angeln und Bootfahren. Das PTDC Motel (PTDC = Pakistan Tourism Development Corporation) am See bietet Ihnen saubere klimatisierte Zimmer und ausgezeichnetes Essen. Ein Ausflug zum See kann vom Tourist Information Centre, Club Road, Karatschi, organisiert werden. Der See wird zur Wassergewinnung des Thatta Distriktes und Karatschi verwendet.

Hyderabad
liegt etwa 164 km nordöstlich von Karatschi. Hyderabad war die Hauptstadt der Provinz Sindh während der Herrschaft der Talpur Mirs im 18. und 19. Jh. Heute ist sie bekannt für den Kotri Staudamm im Indus und für ihre Universität. Sie ist auch die Heimat vieler "bunter" Handwerkszweige. Glasarmreifen, glasierte Kacheln, lackierte Holzmöbel, handgewebte "Soussi"-Stoffe , im Druckstockverfahren hergestellte "Ajrak''-Schuhe, Edelstahlwaren und vieles mehr wird hier hergestellt. Es gibt auch ein gut erhaltenes Museum.

Der Kirthar Nationalpark
liegt im südwestlichen Teil der Provinz Sindh. Die Gesamtfläche umfasst 3087 km², womit er nach dem Hingol-Nationalpark der zweitgrößte Nationalparks des Landes ist. Zur Tierwelt gehören Leoparden, Streifenhyänen, Wölfe, Honigdachse, Kreishornschafe, Chinkara-Gazellen und die Sind-Wildziegen. Hirschziegenantilopen werden für eine geplante Auswilderung in Gehegen gezüchtet. Die großen Raubtiere wurden dagegen mittlerweile weitgehend ausgerottet. So erfolgte der Abschuss des letzten Leoparden im Jahr 1977.
Dieser Nationalpark kann besucht werden zur Erholung, Bildung oder Forschung, das Jagen ist verboten. Er ist zugänglich über 81 km gute Straße und weitere 72 km mit dem Jeep. Übernachtungen sind möglich. Die beste Jahreszeit, um die Tiere in diesem Park zu beobachten, ist der Winter. Exkursion im Nationalpark und für die Wildschweinjagd in anderen Gebieten von Sindh können arrangiert werden von Pakistan Tours Ltd, Club Road, Karatschi.

Moenjo Daro
Über 563 km entfernt von Karatschi, 40 km südlich der Stadt Larkana, liegt Moenjo Daro, einer der besten Standorte der weltberühmten Indus-Kultur, einer der ältesten Städtekulturen der Erde, die vor ca. 6500 Jahren v. Chr. entstand und Ihre Blütezeit von 2800 bis 1800 v. Chr. hatte. Mohenjo Daro ist das vermutete Hauptzentrum der Harappa- oder Indus-Kultur, einer der drei frühen Hochkulturen der Menschheit im 3. Jahrtausend v. Chr. Der Name bedeutet im modernen Sindhi "Hügel der Toten". Mohenjo Daro steht als die größte erhaltene Stadt der Bronzezeit auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Archäologische Museum in Moenjodaro ist definitiv einen Besuch wert. Ein weiterer Standort der Indus-Kultur ist Harappa in der Nähe von Sahiwal (Harappa-Kultur). Moenjo Daro erreichen Sie von Karatschi aus mit dem Flugzeug oder dem Zug.

Moenjo Daro bestand aus Lehmziegel- und gebrannten Backsteinbauten, es gab ein aufwändig abgedecktes Kanalisationssystem mit Sickergruben zur Entsorgung der Abfallbehälter, einen großen gemeinsamen Getreidespeicher, eine geräumige Säulenhalle, eine Hochschule für Priester, ein großes und imposantes Gebäude (wahrscheinlich ein Palast) und einen Zitadellenhügel, der in seinem Umfeld ein System von aus gebrannten Ziegeln errichteten festen Türmen enthält. Es werden große Anstrengungen unternommen, um die Ruinen vor dem Zerfall aufgrund steigendem Grundwasserspiegel zu erhalten.

Sukkur
Etwa 544 km nordöstlich von Karatschi liegt Sukkur, ein wichtiger Straßen- und Eisenbahnknotenpunkt auf dem Weg zwischen Karatschi, Lahore und Quetta. Moslemische Heiligtümer und der auf einer Flussinsel stehende Hindu-Tempel sind gleichermaßen von besonderem Interesse für Einheimische und Besucher. An den nahe gelegenen Seen, Kanälen und grünen Flecken rund um Sukkur ist die Jagd von Federwild möglich.

Quetta
Auf einer Höhe von 1677 m liegend, ist Quetta eines der bekanntesten Bergresorts und gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Belutschistan. Die Winter hier sind streng, aber im Sommer ist es hier oben sehr angenehm. Das Quetta-Tal ist reich an Obstgärten. Es gibt mehrere komfortable Hotels, einen Turf Club und einen edlen Golf Course. Obwohl sie an der westlichen Grenze Pakistans liegt, ist sie mit dem Rest des Landes verkehrstechnisch gut verbunden. Quetta ist mit der Stadt Lahore durch eine 1170 km lange Bahnstrecke verbunden. Ebenso mit Peschawar (1558 km) und Karatschi (863 km). Es gibt hier einen öffentlichen Flughafen.

Ziarat
122 km entfernt von Quetta in Belutschistan liegt Ziarat, ein berühmtes gemütliches Bergresort 2453 m ü. d. M. Sie finden hier Unterkünfte zu vernünftigen Preisen, darunter einen PTDC Motel Komplex, es stehen auch Guest Houses zur Verfügung. Im Ziarat-Tal finden Sie den weltweit zweitgrößten und sehr alten märchenhaften Wacholderwald. Der Transfer ab Quetta ist mit PTDC möglich.

Bahawalpur
liegt 899 km entfernt von Karatschi im Süden der pakistanischen Provinz Punjab. Die Stadt liegt am Nordrand der Wüste Cholistan, wenige Kilometer südlich des Flusses Satluj und rund 60 Kilometer östlich von dessen Zusammenfluss mit dem Chanab zum Panjnad. Mit einer Einwohnerzahl von rund 600.000 (2007) ist sie die elftgrößte Stadt Pakistans.
Die Stadt bietet Ihnen ein reichliches kulturelles Angebot in dieser Region. Burgen, Denkmäler, Paläste, Museen, einen Zoo, ein Stadion und einen guten Cricket Ground sind die Hauptattraktionen in und rund um Bahawalpur. Aus der Zeit der Nawabs im 18. Jh. ist eine Vielzahl bedeutender Baudenkmäler erhalten, darunter der frühere Herrschersitz Nur Mahal, die Zentralbibliothek, die sechstorige Stadtmauer sowie mehrere Mausoleen.
Die Stadt ist heute ein wichtiges regionales Handelszentrum für landwirtschaftliche und Textilerzeugnisse. Teils noch handwerklich werden Baumwoll- und Seidenstoffe, Schuhe, Keramik, Teppiche, Stickereien und Seife hergestellt. Außerdem gibt es mehrere Pressen für Baumwollsamenöl. Bahawalpur verfügt über einen Eisenbahnanschluss und einen Inlandsflughafen. Seit 1975 ist es zudem Sitz einer Universität.

Der Lal Suhanra Nationalpark
liegt im Bereich der Cholistan-Wüste, 36 km östlich von Bahawalpur in der Provinz Punjab. Die Gesamtfläche umfasst 874 km². Neben den Trockengebieten liegt mit dem Patisar-See auch ein wichtiges Feuchtgebiet im Nationalpark, der zahlreiche Vögle anzieht. Der Lal Suhanra Nationalpark ist ideal für Erholung, Bildung oder Forschung, das Jagen ist wiederum verboten. Dieser Park ist eine Kombination aus einem natürlichen See und einem schönen Wald, auf beiden Seiten des Bahawal-Kanals gelegen, mit Beobachtungstürmen, Angelgründen, Touristenhütten, Guest Houses, Campingplätzen und verschiedenen Trecks für die Besucher und Abenteuerliebhaber.

Zur Großtierwelt des Parks zählen Wölfe, Honigdachse, Wüstenluchse, Schakale, Wildschweine und Stachelschweine. Hirschziegenantilopen sind Parkgebiet ausgestorben, werden aber gemeinsam mit Indischen Gazellen, Schweinshirschen, Nilgauantilopen und Panzernashörnern in eingezäunten Bereichen gehalten. Im Park leben darüber hinaus etwa 160 Vogelarten.

Multan
Ca. 966 km von Karatschi und mehr oder weniger im Zentrum des Landes liegt die antike Stadt Multan. Sie bietet dem Besucher eine Vielzahl von Attraktionen, darunter historische Stätten und einzigartige Monumente, vor allem das Grab des Rukn-e-Alam, ein monumentales Mausoleum und die Jamia Moschee. Multan ist eine Großstadt in der pakistanischen Provinz Punjab. Sie ist mit 1,3 Millionen Einwohnern die sechstgrößte Stadt des Landes.

Rawalpindi
275 km nordwestlich von Lahore liegt Rawalpindi auf dem Pothohar-Plateau in der Provinz Punjab. Es entwickelt sich schnell zu einer großen modernen Stadt. Es hat viele Spielplätze, einen angenehmen Club, ein Armee-Museum, eine Reihe von guten Hotels und Restaurants und den riesigen Ayub Park. Rawalpindi ist der letzte Stopp, wenn Sie zu einem der zahlreichen Urlaubsorte und Bergresorts im Norden, wie Murree, Nathiagali, Ayubia, Abbottabad, Swat, Kaghan, Gilgit, Hunza, Skardu oder Chitral, reisen möchten. Die Industriestadt hat 1.400.000 Einwohner. Der Islamabad International Airport befindet sich eigentlich in Rawalpindi und bedient beide Städte.

Islamabad (= Wohnsitz des Islam)
Die neue Hauptstadt von Pakistan ist eine in den 1960er Jahren gegründete Stadt und hat heute 700.000 Einwohner. Als geplante Retortenstadt wurde sie an einem klimatisch äußerst vorteilhaften Platz am Rande des Pothohar-Plateaus, unterhalb der Margalla-Hügel auf einem schachbrettartigen Grundriss angelegt. Islamabad gehört historisch zum Punjab, wurde aber 1970 aus der Provinz ausgegliedert und zu einem eigenständigen Hauptstadtterritorium. Die Stadt hat viele große öffentliche Gebäude, attraktive Parks breite Boulevards, die neu restaurierte schöne Shah Faisal Moschee und gut angelegte Einkaufszentren. Die Rawal Dam Park ist ein beliebter Picknickplatz. Es gibt sowohl Spitzen- und Mittelklasse-Hotels, einfachere Motels, sowie auch einen Campingplatz.

Das im Süden direkt angrenzende Rawalpindi wird als Islamabads Schwesterstadt angesehen. Tatsächlich ist Rawalpindi bis heute die (nach Einwohnern) größere Stadt und das lebendige Marktzentrum des westlichen Punjab. Islamabad dagegen ist die moderne und weitläufige Stadt, für pakistanische Verhältnisse sehr sauber und ruhig.

Lahore
1305 km nordöstlich von Karatschi, nur etwa 1½ Stunden Flug vom Pakistan Islamabad Airport (PIA) entfernt liegt Lahore, mit über 7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Pakistans, die "Stadt der Gärten". Sie liegt am Ufer des Flusses Ravi, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Indien entfernt.

Als Hauptstadt der Provinz Punjab ist sie industrieller und kultureller Mittelpunkt Nordostpakistans. Lahore ist eine sehr alte Stadt und seit dem 11. Jh. eines der geistigen Zentren des Islam auf dem indischen Subkontinent. Sie ist reich an historischen Denkmälern, darunter einige der schönsten Exemplare der moslemischen Architektur, die Badshahi Moschee von Kaiser Aurangzeb, die Wazir Khan Moschee, die Shalimar-Gärten von Kaiser Shahjahan, das Kaiser Jehangir-Mausoleum und das Königliche Fort von Akbar mit seiner fabelhaften Spiegelhalle. Lahore gilt als die kulturelle Hauptstadt von Pakistan wegen seiner zahlreichen Hochschulen, Orte des Lernens, sportliche Aktivitäten, häufige Bühnenaufführungen usw.

Das Museum in Lahore gilt als das beste auf dem ganzen Subkontinent. Es beherbergt die Statue des Fastenden Buddha neben einer Vielzahl von unschätzbaren Reliquien. Die National Horse and Cattle Show ist eine jährlich im Fort-Stadion in der 3. Novemberwoche für 5 Tage stattfindende Veranstaltung. Es ist ein Festival des Pferdesports, der Volkstänze, der Musik- und Militär-Paraden. Lahore lässt sich am besten im Frühjahr und Herbst besuchen.

Taxila
war die historische Hauptstadt des Reiches Gandhara, das sich über die östlichen Gebiete des heutigen Afghanistan und den Nordwesten Pakistans erstreckte. Taxila erlebte seine Blütezeit vom 5. Jh. v. Chr. bis zum 5. Jh. n. Chr. Am Schnittpunkt dreier wichtiger Handelsstraßen gelegen, war der Ort von erheblicher wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. Die Überreste der Stadt, ein reichhaltiger Fundort für archäologische Forschungen, liegen etwa 35 km nordwestlich von Islamabad-Rawalpindi in der pakistanischen Provinz Punjab nahe der Grenze zur Nordwestprovinz und an der sogenannten Grand Trunk Road. Seit 1980 werden die archäologischen Stätten der Gandhara-Kunst (Greco-Buddhist Art) der Architektur und Skulpturen des früheren Taxila von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet.

Murree und Gallies
Ca. 64 km entfernt von Rawalpindi, auf einer Höhe von 2286 m gelegen, ragen in Murree hohe Berggipfel über von Kiefern- und Tannenwäldern bedeckte grüne Hänge. Es ist einer der beliebtesten Urlaubsorte in Pakistan, und von Islamabad-Rawalpindi in zwei Stunden über eine gut ausgebaute Straße erreichbar, Die Gallies, das sind malerische kleine Bergresorts nordwestlich von Murree. Eine befahrbare Straße durchzieht die ganze schöne Gegend. Murree und die Gallies bieten neben Reiten, Golfen und Fahrten mit dem Sessellift im Ayubia Nationalpark schattige Spaziergänge im Überfluss. Von hier aus hat man eine gute Aussicht auf die umliegenden Berge bis auf die des Himalayas. Neben der Aussicht und der Natur ist der Ort auch im Sommer wegen seiner milden Temperaturen beliebt.

Abbottabad,
116 km entfernt von Rawalpindi und 217 km von Peshawar, ist eine kleine Stadt in einem weitläufigen Tal umgeben von grünen Bergen. Es ist auch ein beliebter Urlaubsort in 1255 m Höhe. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Distrikts Abbottabad. Wegen ihrer Lage in einem romantischen Tal und ihrer Sauberkeit wird Abbottabad zu den schönsten Städten des Landes gezählt. Sie liegt am neu gebauten Karakorum Highway.

Peschawar (Peshawar)
Ca. 172 km westlich von Rawalpindi / lslamabad auf der Straße oder etwa ½ Flugstunde entfernt liegt die letzte große Stadt in Pakistan, das alte und legendäre Peschawar, Stadt der stolzen Paschtunen (Pathans). Sehenswürdigkeiten in Peshawar sind das Balahisar Fort, der Qissa Khawani Bazaar, der Chowk Yaadgar, die Mahabat Khan-Moschee und das Museum. Peschawar hat eine staatliche und eine private Universität. Neben Tonwaren werden in der Stadt Textilien und Schuhe gefertigt.

Chaiber-Pass (Khyber Pass)
Der berühmte, 1070 m hohe Chaiber-Pass, befindet sich 56 km von Peshawar entfernt und wurde im Laufe der Geschichte der wichtigste Bergpass des Hindukusch und eine geographisch, historisch und wirtschaftlich wichtige Verbindung zwischen Zentralasien und dem indischen Subkontinent. Der Chaiber-Pass liegt im Grenzgebiet der heutigen Staaten Afghanistan und Pakistan und verbindet die afghanische Hauptstadt Kabul mit der pakistanischen Grenzstadt Peschawar.

Swat-Tal
Der Distrikt umschließt das Tal des Flusses Swat. Die Region ist wegen der saftig-grünen Felder im Tal und den lichten Nadelwäldern, die auf den Hügeln der mittleren Höhenlagen gedeihen, bekannt als die "Schweiz Pakistans".
Verbunden durch eine Luftbrücke mit Islamabad und Peschawar und über Straßen mit dem ganzen Land, ist Swat ein malerisches Tal mit einer reichen historischen Vergangenheit. Das Swat-Museum hat exquisite Exemplare der Gandhara-Skulpturen, als Swat ein blühendes Zentrum des Buddhismus und der Gandhara-Bildhauerschule war. Das Swat-Tal ist ideal geeignet zum Forellen fischen, für Trekking und Bergsteigen. Es bleibt das ganze Jahr über geöffnet, aber die beste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis Ende Oktober.

Kaghan-Tal
Das 154,5 km lange malerische Tal beginnt auf 650 m Höhe und endet im Norden am 4148 m hohen Babusar-Pass. Im Sommer gibt es einen Jeep-Service im Tal, die Motels und Guest Houses bieten Ihnen dann komfortable Unterkünfte. Es gibt ein PTDC-Motel in Balakot und ein großers Ferienresort in Naran, das ausgezeichnete Unterkunft und gutes Essen zu günstigen Preisen bietet. Es ist ein ideales Gebiet zum Wandern und Forellen angeln. Die beste Zeit des Jahres im Kaghan Valley ist vom 1. Juni bis 15. Oktober. Einen Besuch wert sind das Dorf Shogran (2362 m), der Saiful Muluk See, der Dudipat See und der Lulusar (Lalazar) See. Der See Saiful Muluk schmiegt sich in einer Höhe von mehr als 3200 m in den Schatten der Malike Parbat, der "Königin der Berge", ca. 5300 m hoch. Der Lulusar See liegt auf 3300 m Höhe und hat in sich noch einen Babysee.

Trekking und Wandern im Kaghan-Tal:
Kaghan ist ein exzellentes Ziel zum Trekking und Wandern. Es gibt eine Reihe von Wanderwegen entlang des gesamten Tals. Shogran und Sharan sind ideale Basislager für ein- bis dreitägige Ausflüge. Es gibt auch gute Möglichkeiten für die Interessenten gemächlicher Tagesausflüge und Bergwanderungen oder naturkundlicher Wanderungen.

River Rafting im Kaghan-Tal:
River Rafting und Kajak fahren sind neue Sportarten und derzeit in der Entstehung entlang des Kunhar River. Als Lebensader des Kaghan Valley ist der Kunhar Fluss zum Rafting bestens geeignet. Einige Abschnitte zwischen Naran sind recht technisch und eignen sich nur für erfahrene Wildwasser-Paddler. Andere Abschnitte des Flusses, oberhalb von Naran und unterhalb von Balakot sind ein Spaß für Anfänger und werden als relativ einfach eingestuft. Die Adventure Foundation Pakistan bietet im April und Oktober Grundausbildungs- und Weiterbildungskurse im Fluss an.

Jeep Safari im Kaghan-Tal:
Neben kurzen Jeepfahrten nach Sri Paya, Saiful Muluk, Lalazar und Sharan ist das Kaghan-Tal ideal für spannende Jeepfahrten von Naran hoch zum Babusar-Pass und zum Nori Top.

Chitral-Tal
Ein 50-Minuten-Flug von Peschawar bringt Sie zum nordwestlichen Ende von Pakistan, wo das exotische Tal von Chitral auf 1100 m Höhe liegt. Das Tal wird überragt von den drei Gipfeln des 7708 m hohen majestätischen Tirich Mir, dem höchsten Berg im Hindukusch, nach dem einheimischen Glauben der Sitz der Götter. Chitral hat viele Schwefelquellen und ist beliebt für Trekking, Bergsteigen und Forellen fischen. Es gibt ein paar Hotels in Chitral. Das PTDC hat ein Motel und transportiert Ausrüstung im Chitral-Tal. Die Stadt liegt unmittelbar an der Grenze zu Afghanistan und ist die Hauptstadt des Distrikts Chitral. Sie liegt am westlichen Ufer des in Afghanistan so genannten Kunar River, der in Pakistan auch als Chitral River bezeichnet wird.

Etwa 40 km von der Stadt Chitral entfernt leben in drei schmalen Tälern die Kalasha von Chitral, oder einfach Kalasha (Kafir Kalash Stamm). Die Angehörigen dieses Volkes sind auf der ganzen Welt bekannt für ihre primitiven heidnischen Traditionen und ihre Liebe zum Tanz und zur Musik. Die Chitral-Kalasha sind vermutlich ein sehr altes dardisches Volk, die Eigenbezeichnung ihrer Sprache ist Kalasha-mun. Als einzigartig, vor allem für die Region in Zentralasien, gilt ihr äußerst europäisches Aussehen. So besitzen die Chitral-Kalasha auffallend häufig eine helle Haut und helles Haar, sowie eine abweichende Augenfarbe.

Gilgit, Hunza & Khunjerab Pass
Zu den Bergresorts in den Northern Areas zählt auch das Gilgit Tal. Es ist erreichbar mit dem Flugzeug von Islamabad-Rawalpindi sowie über den Karakorum Highway (KKH). Es gibt regelmäßige Bussverbindungen, Minibusse und den Service klimatisierter Reisebusse. Gilgit ist berühmt für seine Obstgärten, Forellen fischen und als Basis für das Bergsteigen.

Nördlich von Gilgit, an der Grenze zu China liegt das Hunza-Tal, bekannt für die Langlebigkeit der hier lebenden Menschen, für seine üppigen Früchte und für die imposanten Gipfel, darunter der Rakaposhi (7788 m). Man kann auf dem Karakorum Highway reisen und den Khunjerab Pass nach China überqueren. Geführte Tourgruppen werden begleitet von Pakistan Tours Ltd, einer Tochtergesellschaft der PTDC und NATCO.

Der Hunza oder Hunsa ist ein ca. 190 km langer Nebenfluss des Gilgit im Karakorum. Er entspringt im Hindukusch und mündet, nachdem er den Karakorum durchbrochen hat, in den Gilgit. Im Hunzatal wird auf Terrassenfeldern Ackerbau betrieben. Bewässert werden diese über Kanalsysteme durch das Gletscherwasser der umliegenden Berge. Angebaut werden Weizen, Gerste, Mais, Kartoffeln sowie verschiedene Gemüsepflanzen. Darüber hinaus ist das Hunzatal für seine Obstbäume bekannt, insbesondere die Aprikose.

Der Kunjerab-Pass (Khunjirap-Pass; Kunjirap La; Hongqilapu Shankou; Kunjirap Daban ist ein Pass im Karakorum. Er verbindet Xinjiang in China mit Pakistan. Mit einer Höhe von 4693 m ü. d. M. soll er der höchste befestigte Pass der Welt sein. (Höher allerdings ist in Ladakh der welthöchste mit Motorfahrzeugen befahrbare und auch im Winter freigehaltene Pass der Welt, der Khardung La mit ausgeschilderten 5606 m, in Wirklichkeit 5359 m hoch).

Über den Pass führt der Karakorum Highway, der an Gilgit vorbei durch das Hunzatal über den Karimabad nach Sust führt, von wo es dann rund 120 km über den Pass zur nächsten chinesischen Ortschaft Taxkorgan sind und weitere 230 km bis nach Kashgar. Auf dieser Strecke besteht seit Juni 2006 eine tägliche Busverbindung. Seit 2007 laufen Bemühungen, China und Pakistan über den Pass mit einer Eisenbahnlinie zu verbinden.

Am 4. Januar 2010 brach ein gewaltiger Bergsturz ins Hunzatal, der den Fluss bis Mitte Mai 2010 auf eine Länge von rund 16 km aufstaute und infolge dessen mehrere Dörfer teilweise überschwemmt wurden. Auch der Karakorum-Highway ist durch den Erdrutsch unterbrochen worden. Es wurde mit großangelegten Evakuierungen begonnen. An einem kontrollierten Abfluss der Wassermassen wird gearbeitet. Der entstandene See wurde Attabad Lake genannt, der Verkehr wird mit Booten notdürftig aufrechterhalten. Am 20. März 2011 wurde ein Überlauf geöffnet, der einen teilweisen Rückgang des Wasserspiegels des Sees bewirkt hat.

Skardu
liegt 241 km östlich von Gilgit und ist der Hauptort der Region Baltistan und die Hauptstadt des Distrikts Skardu, einem der Distrikte, aus denen sich das Sonderterritorium Gilgit-Baltistan (bis 2009: Nordgebiete) in Kashmir zusammensetzen. Skardu liegt im 10 km breiten und 40 km langen Skardu-Tal, am Zusammenfluss des Indus (der vorher vom Kailash in Tibet durch das angrenzende Ladakh fließt, bevor er Baltistan erreicht) und des Shigar. Skardu steht auf einem fast 2500 m hoch gelegenen Platau und wird durch grau-braun- farbige Berge umgeben, die die nahe gelegenen Achttausender des Karakorum verbergen.

Tourismus, Trekking und Bergexpeditions-Basis:
Skardu ist neben Gilgit einer der beiden Mittelpunkte des Tourismus, Trekkings und der Expeditionen in Gilgit-Baltistan. Das gebirgige Terrain des Gebiets einschließlich der vier Achttausender, ziehen Touristen, Trekker und Bergsteiger aus der ganzen Welt an. Die Hauptreisezeit erstreckt sich von April bis Oktober, außerhalb dieser Zeit kann das Gebiet über einen längeren Zeitraum durch das schneereiche, eiskalte Winterwetter von der Außenwelt abgeschnitten werden.

Skardu, das nahe gelegenen Askole und das Hushe-Tal sind die Haupttore, durch die die Anfahrt zu den schneebedeckten Achttausendern K2, der Gasherbrum-Gruppe und Broad Peak sowie zu den riesigen Gletschern Baltoro, Biafo und Trango erfolgt. Dieser Umstand verhalf Skardu, sich zur bedeutendsten Touristen- und Bergsteigerbasis im gesamten Gebiet zu entwickeln, welche über eine umfassende Reiseinfrastruktur einschließlich vieler Geschäfte und Hotels verfügt. Skardu hat einen eigenen Flughafen, den Skardu Airport.

Trecks zur Deosai-Hochebene (4100 m), die nach dem Changthang in Tibet die zweithöchste Hochebene der Welt ist, starten oder enden in Skardu. Mit einem Gebiet von etwa 3000 Quadratkilometern erstreckt sich die Prärie bis nach Ladakh und bietet Lebensraum für Schneeleoparden, Steinböcke, tibetische Braunbären und Wildpferde.

Auf den ersten Blick scheint Skardu eine staubige Provinzstadt zu sein, doch ist sie ein bunter Schmelztiegel verschiedener Ethnien und Nationalitäten. Die überfüllten Straßen werden hauptsächlich von Balti-Tibetern bevölkert. Wegen deren großen Anteils wird Skardu manchmal das kleine Tibet Pakistans genannt. Es gibt jedoch es auch viele andere ethnische Gruppen in Skardu einschließlich Paschtunen, Panjaber, Hunzukuc und Uiguren. Seit der Gründung des Landes emigrierten verschiedene Ethnien aus allen Gebieten Pakistans in dieses Gebiet. Alle obengenannten ethnischen Gruppen sind Moslems. Einschließlich der Balti-Tibeter, die vom tibetischen Buddhismus im 16. Jahrhundert zum Islam konvertierten. Der schiitische Islam hat in Skardu eine große Anhängerschaft.

Skardu besitzt wegen seiner Lage in den Bergen im Sommer ein gemäßigtes Klima, die im pakistanischen Tiefland übliche intensive Hitze herrscht hier nicht. Die Berge wehren auch den größten Teil des Monsuns ab, sodass die Niederschläge im Sommer ziemlich niedrig ausfallen. Jedoch bescheren die Berge der Region lange strenge Winter. Während der Hauptreisezeit von April bis Oktober fallen die Temperaturen von tagsüber bis zu 27°C (April) auf Tageswerte nicht über 8°C (Oktober). Zwischen Dezember und Januar sind Temperaturen unter -10°C normal, wobei Minimalwerte von -25°C erreicht werden können.

Die normale Straßenverbindung nach Skardu verläuft über eine vom Karakorum Highway abzweigende Straße durch das Skardu Tal. Daneben existieren auch vier oder fünf andere Straßenverbindungen nach Kaschmir und Ladakh. Es gibt auch die Möglichkeit Skardu mit einem der täglichen Linienflüge zwischen Islamabad nach Skardu Airport zu erreichen. Die hohen Kosten der Flugreise machen die Straßenverbindung zur von Einheimischen und Touristen gleichermaßen bevorzugten Option. Während der Wintermonate ist Skardu teilweise ein paar Tage bis zu mehrere Wochen von der Außenwelt abgeschnitten, da die Straßen von Lawinen verschüttet werden. Dann stellt die Luftverbindung die einzige Möglichkeit dar die Stadt zu erreichen.

Das Fort Skardu, Kharpochhe oder Kharphocho genannt, liegt auf der Ostflanke des Khardong-Hügels ca. 50 m über der Stadt. Es wurde um 1600 von Ali Sher Khan, dem damaligen Herrscher der Makpon-Familie von Skardu, erbaut und enthält eine alte, weitgehend zerfallene Moschee. Vom Fort aus kann man die ganze Stadt und das umliegende Tal überblicken. Im 19. Jahrhundert wurde das Fort bei der Eroberung Baltistans durch die Dogra aus Jammu zerstört.

Es gibt drei Seen in der Nähe von Skardu. In der Sprache der Einheimischen Balti wird ein See thso oder tso genannt. Es gibt zwei Kachura-Seen, der wenig bekannte obere Kachura-See und der berühmte untere Kachura-See, besser bekannt als Shangrila-See. Neben dem unteren Kachura-See befindet sich der in chinesischem Stil gebaute Shangrila Resort-Hotelkomplex der ein berühmter Anlaufpunkt für Touristen ist. Der Satpara-Thso-See oder Sadpara-See ist der Hauptsee des Skardu-Tales und wichtige Wasserquelle für die Stadt.

(Gilgit-Baltistan & Pakistan tourism department) (wikipedia)

 

Visa: Pakistan hat eine "Liste der befreundeten Staaten", deren Bürger normalerweise ein "visa on arrival", also ein Visa bei der Einreise bekommen. Seit den diplomatischen Problemen mit den USA ist diese Regelung vorrübergehend ausgesetzt worden. Zur Zeit (Februar 2013) ist ein Visa für Pakistan nur im eigenen Heimatland zu bekommen. Sie benötigen dafür ein offizielles Einladungsschreiben von einer staatlich anerkannten pakistanischen Reiseagentur. Dieses Schreiben erhalten Sie bei Buchung einer Reise von uns.

Deutsche, Österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen grundsätzlich ein bei der pakistanischen Botschaft im Heimatland besorgtes gültiges Einreisevisa. Reisende, die kein Visa haben, werden an den Flughäfen/ Grenzen zurückgewiesen. Einige Botschaften in Asien stellen nur ungern Visa nach Pakistan aus und empfehlen Ihnen, diese in Ihrem Heimatland zu beantragen.

Eine Touristenvisa für eine einmalige Einreise ist gültig für 3 Monate ab dem Zeitpunkt der Ankunft in Pakistan und für 6 Monate ab dem Tag der Ausstellung. Einige Visa sind nur gültig für 3 Monate ab dem Datum der Ausstellung - bitte ggf. bei der Beantragung/ Ausstellung überprüfen. Die Visapreise variieren. Amerikaner zahlen am meisten für ihr Visa, während japanische Touristen ihres kostenlos bekommen! Eine Visaverlängerungen und einen Stempel für wiederholte Einreise zu bekommen ist fast unmöglich. Jedoch hat sich dies in den letzten Jahren etwas gebessert, Gilgit ist dafür ein guter Ort, um es zu versuchen.